Die Thomapyrin-Edition
Anlass für diese Kunstedition war 1996 das 50 jährige
Jubiläum des Schmerzmittels Thomapyrin, mit dem das Pharma-unternehmen
Boehringer Ingelheim eine Brücke schlägt von subjektiver Befindlichkeit
und objektiver Realität: Schmerzen sind subjektive Erfahrung, ebenso
wie der persönliche Umgang mit Kunst. Pharmazeutika sind an wissenschaftlichen
Maßstäben zu messende Produkte, nicht anders als sich die Kunst
gesellschaftlichen Urteilen zu stellen hat.
Was also liegt näher für ein Industrieunternehmen, das sich in der
Chemie der Schmerzen engagiert, als sich auch der Emotionen des Schmerzes anzunehmen.
Kunst kann Wohlbefinden schaffen — ebenso wie Thomapyrin Kopfschmerzen
beseitigt und Wohlbefinden schafft. Kunst greift Zeittrends auf, genauso wie
die Medizin ein Spiegelbild des zeitgenössischen Menschenbildes ist. Aus
diesen Parallelen entstand die "Thomapyrin Kunstedition".
Seit 1996 haben insgesamt 19 Künstler grafische Arbeiten zum Thema "Kopfschmerzen
- Wohlbefinden" geschaffen, die Boehringer Ingelheim seinen Kunden, Ärzten
und Apothekern, zum Kauf anbietet. Die Auflage jeder Edition ist auf 100 Stück
limitiert, alle Blätter sind nummeriert und vom Künstler handsigniert.
Viele große Künstler aus dem In- und Ausland haben sich in den vergangenen
acht Jahren für dieses Projekt engagiert. Der Reinerlös aus dem Verkauf
kommt caritativen Projekten zu Gute, womit sich der Kreis schließt: Thomapyrin
hilft auch hier, Schmerzen und Leid zu lindern. 1998 und 2004 sind außerdem
zwei Mappenwerke für
UNICEF, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, erschienen. Hier haben sich
die Künstler intensiv mit perönlichen, schmerzlichen Kindheitserinnerungen
bzw. deren Linderung auseinandergesetzt. Der Reinerlös aus diesen Projekten
geht direkt in die UNICEF Projekte für traumatisierte Kinder in Ruanda bzw.
ein Kinderprojekt in Bangladesch.